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10% Oster-Rabatt auf Bilderrahmen

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Diese Rabatt-Aktion gilt bei Bestellungen bis einschließlich Ostermontag, den 13. April 2009!

Bilderrahmen-Abwrackprämie bei allesrahmen.de!

Auf zum Abwracken der Bilderrahmen!
Nachdem die Autoindustrie für die Verschrottung alter Automobile mit der Abwrackprämie arbeitet, gilt das Motto “Alt gegen Neu” nun auch für Bilderrahmen.
Die Initiative wurde von der „artVera GmbH & Co KG“ ins Leben gerufen. Das Unternehmen, Miterfinder des Bilderrahmen-Versandhandels und einer der führenden Anbieter im deutschen Internet, sorgt nun mit einem Gesamtetat von 1000 Euro dafür, dass Ihre alten Bilderrahmen in neue getauscht werden können.

Bilderrahmen abwracken: So gehts

Bilderrahmen abwracken: So geht's

Wie können Sie teilnehmen?

Die Teilnahme ist einfach. Sie zerstören Ihren alten Bilderrahmen, schießen Beweisphotos oder drehen einen kleinen Videoclip. Die Nachweise veröffentlichen Sie anschließend auf www.allesfotoweb.de. Als Belohnung für Ihr Mitwirken erhalten die ersten 50 Teilnehmer an der Aktion einen Einkaufsgutschein über 20,- EUR für einen neuen Bilderrahmen bei allesrahmen.de.

Detlef Winkelewski, Geschäftsführer der artVera GmbH & Co KG, der mit seinen derzeit 12 Onlineshops vermutlich Deutschlands größter und erfahrenster Bilderrahmen-Spezialversandhändler ist, nimmt an, dass fast jeder Kunde schon einmal vor der Überlegung gestanden habe, Bilder neu zu rahmen. Gründe dafür gebe es genug, so Detlef Winkelewski, so passen neue Bilderrahmen nicht zum gewünschten Format oder die Wohnungseinrichtung habe sich geändert.

Mit der Bilderrahmen-Abwrackprämie wird Änderungswünschen nun Raum gegegen.

Um die Aktion nochmals in wenigen Woren zusammenzufassen:
1. alten Bilderrahmen zerstören
2. Beweisfotos knipsen oder kurzen Clip drehen
3. Beweise auf www.allesfotoweb.de veröffentlichen
4. Als einer der ersten 50 Teilnehmer 20,- EUR Einkaufsgutschein auf allesrahmen.de kassieren!

Viel Erfolg beim Abwracken wünscht Ihnen
Ihr Jean Cadre

Schicke Privatausstellung - Zu Besuch in Vincents Designerwohnung

Galerieschiene

Vincent K. schaut zufrieden auf die knallige Illustration einer mutmaßlichen weiblichen Schönheit. Er zupft ein wenig rechts, ein wenig links, geht drei Schritte in sein großräumiges Wohnzimmer zurück und begutachtet kritisch sein Werk. Ein leichtes Lächeln legt sich in sein Gesicht. Es ist bereits das fünfte Bild, das er soeben an der Wand angebracht hat. Dreimal hat er die Positionen vertauscht, zurechtgerückt und neu angeordnet.

“Und wenn ich Lust hab, wechsel ich morgen gleich zwei aus.” Er deutet auf einen Stapel Bilderrahmen, die er in der hinteren Ecke gestapelt hat. “DIe sind gestern gekommen. Genau pünklich.” Vincent hat gerade sein Studium der Soziologie und Geschichte abgeschlossen und seine lange renovierungsbedürftige Berliner Altbauwohnung im charmanten Graefekiez einen neuen Look verpasst. Gestrichen hat er aber erst ganz zum Schluss, kaum sichtbar, unter dem Wandweiß oben an der Deckenkante angebracht, liegt sein ganzer Stolz.

Galerieschiene

“Die hab ich mir bei nem Kumpel abgeguckt, kannt’ ich bisher nur aus Kunstgalerien oder so.” Vincent hat seine gesamte Wohnung mit Galerieschienen ausgestattet, an denen er nun mühelos seine gesammelten Bilder anbringt. Denn er hat gerade seine Popartkunstsammlung gerahmt. Geld hätte er dafür früher nicht ausgegeben, erläutert er und räumt ein, dass der entstandene Effekt die Rahmung in jedem Fall rechtfertige. “Die Galerieschienen waren auch überhaupt nicht teuer, das kann sich jeder leisten, und es sieht super aus”. In der Tat, die minimalistisch eingerichtete Wohnung hat durch den Schieneneffekt einen spürbaren Charme erhalten. Die Aluminiumrahmen entfalten an der Wand schwebend eine raumdurchdringende Atmosphäre. ‘Designerwohnung’ haben seine Freunde neulich gesagt. Vincent lächelt. “Nee Design is es nich. Das sieht einfach nur geil aus.”

galerieschine_ol

Immer mehr Menschen, darunter auffallend viele junge Menschen wie Vincent, haben ihre Wohnungen auf Galerieschienen umgestellt. Die Zeiten der willkürlich durchlöcherten sandigen Altbauwände sind vorbei. „Früher hab ich meine Bilder an die Stellen gehängt, an denen der Vormieter durch Spachtelarbeit einen Dübel hinterlassen hatte.“ Heute werden die Schienen ganz schnell mit Hilfe von Dübeln an der Kante zwischen Decke und Wand angebracht. Ein Anstrich lässt sie optisch fast verschwinden. An die in die Leiste geschobenen Schraubgleiter fädelt man Perlonseile oder wahlweise Stahlseile ein, an denen man beliebig Bilderhaken verschrauben kann. Dort lassen sich Bilderrahmen bis zu einem Gewicht von 7 kg ganz leicht aufhängen, austauschen und umplatzieren. Die Höhe ist dabei variabel verstellbar – man braucht nicht mal einen Schraubenzieher.

DIe Schienen sind mittlerweile auch kinderleicht zu bekommen. Neben einigen Baumärkten werden sie mittlerweile auch von Onlinerahmenhändlern vertrieben, wo Vincent neben seinen Schienen auch gleich Aluminiumrahmen – und einen Barockrahmen für das Ölgemäde seines Großvaters - bestellt hat.

Doch die Galerieschienen bieten auch alltäglichen Zweck. „Man kann ja nahezu alles dran hängen, was nich zu schwer ist. Das lässt Platz zum experimentieren“ sagt Vincent und deutet auf seine rote Bärenlampe, die an einer der Leisten hängt. „Oder hier, der Hahn hat jetzt auch seinen Platz gefunden.“ Vincent lacht über den bunten aufblasbaren Plastikhahn der frei in einem Rahmen baumelt.Bis zu 7kg Tragkraft Ausdruck von Kreativität

Vincents Tante Maria hat sich von ihrem Sohn inspirieren lassen und schon einen Platz für die Adventskalender ihrer Kinder gefunden. Ob man den neuen ultraleichten Flachbildfernseher, den sie ihrem Mann zum Geburtstag schenken will, dort auch wiederfindet? Es bleibt abzuwarten. Fest steht, das Monopol der Galerien und Museen auf Galerieschienen hat sich ín den Berliner Wohnungen verstreut.

Rahmen und Film: Gibt es einen Filmrahmen?

Der Rahmen ist, ebenso wie er als Bilderrahmen zur Malerei gehört, ein fester Bestandteil des Kinos, bzw. des Films.

Versucht man abseits vom ontologischen Rahmen des Mediums Film einen Rahmen innerhalb dessen zu finden, so stößt man unabdingbar auf einen der verkanntesten Filmemacher des zwanzigsten Jahrhunderts: Jean-Luc Godard.

Eines ist bei dem französischen Autorenfilmer besonders auffallend und erinnert in jenem innewohnenden Anspruch an den Berliner Künstler Gerold Miller: Die Kunstfilme Godards fordern - wie die Kunstwerke Millers - einen aktiven Rezipienten, der das Kunstobjekt Bild/Film mit seinem eigenen Wissen und seiner eigenen Interpretationsarbeit ergänzen muss.

Godards phasenweise festzustellender Anspruch, Filme zu machen, so wie eben ein Maler malt, zeigt sich in keinem anderer Film, wie dem 1982 erschienenen Passion. Er offenbart die Möglichkeit eines spielerischen Umgangs zwischen Malerei und Film.

Kein Film also bei dem sich der Zuschauer entspannt zurücklehnen kann, wie es (nach Godards medienästhetischer Auffassung) die Unterhaltungsbranche vorgibt, sondern vielmehr gefordert wird.

Godard geht es zum Teil um einen speziellen Umgang mit den Rahmen der beiden Medien: Den Rahmen des Gemäldes und dessen Inneres und den Rahmen des Films. Godard hatte verschiedene Vor-Bilder für Passion: Goya, el Grecco, Rembrandt und Watteau, die er mittles sog. tableaux vivants zum Leben erweckte, um gleichzeitig mit den jeweiligen Dispositiven der Medien Malerei und Film zu spielen.

Unter einem Dispositiv der Malerei kann die Umrahmung des Kunstwerks, das durch seine innere Rahmung eine abgeschlossene Komposition darstellt, verstanden werden. Kontrastiv wären wichtige Dispositive des Films/Kinos vielmehr die der Bewegung und der Zeit.

In ihrer jeweiligen Rahmung wirken Gemälde abgeschlossen - der Film auf der Leinwand wirkt hingegen nach Außen eben nicht abgeschlossen. Dort wo der Film aufhört, hört die Leinwand ebenfalls auf. Der Rahmen ist demnach keiner der einschließt und bewegungslos macht, wie jener in der Malerei. Gleichzeitig ist das Innere, bspw. das durch einen Rahmen eingeschlossene Fernsehbild, zwar nach Außen abgeschlossen, aber durch seine Veränderbarkeit (Kamerafahrt, Schwenk, Szenenwechsel, Bewegung) offen.

Der französische Filmtheoretiker André Bazin bezeichnet deshalb den (Film)rahmen im Kontrast zum (Bild)rahmen (cadre) als Maske (cache).

Der Rahmen im Film schließt also das Bild lediglich nach außen ab, während er ein Gemälde zudem fixiert und schließt.

Tableaux vivants - lebende Bilder

Der französische Ausdruck (’lebende Bilder’) geht auf eine Bewegung Ende des 18. Jahrhunderts zurück. Zu jener Zeit wurden vermehrt Werke aus der Malerei sowie der Plastik (wie antike Statuen) durch lebende Personen dargestellt oder nachgeahmt. So entstanden lebende Bilder, die zunächst zur Belehrung oder Unterhaltung dienten und besonders im Theater des 19. Jahrhunderts Verwendung fanden. Durch ihr Dispositiv weisen sie gerade Parallelen zum Theater auf.
Die Entwicklung der tableaux vivants geht über die Fotografie, innerhalb einer bürgerlich attackierenden Bewegung Anfang des 20. Jahrhunderts, hinzu surrealistischen Formen und ihrer Symbolisierung der Auseinandersetzung Kunst-Alltag in den 60er/70er Jahren. Im Medium Film werden tableaux vivants hingegen verwendet, um bestimmte theatrale Szenen darzustellen oder gar jene Kunstform des 18./19. Jahrhunderts intermedial zu integrieren. Dergleichen findet man solche bspw. in Pier Paolo Pasolinis La Ricotta in dem Film Passion (1982) des französischen Autorenfilmers Jean-Luc Godard wieder oder etwa im Film Gettysburg (1993) des amerikanischen Regisseurs Ronald F. Maxwell.
Unter anderem findet man heute tableaux vivants auf der Straße wieder, in den sog. Living Mannequins, einer Kunstform der Schauspieler angehören, die sich verkleidet und geschminkt durch Unbeweglichkeit in der Öffentlichkeit als Statuen oder Skulpturen geben.
Tableaux vivants sind als Kunstform zwischen Malerei und Theater (Film), demnach in einem Zwischenspiel von Bewegung und Nicht-Bewegung etabliert. Wird ein Gemälde (unbewegt) mittels eines tableaux (bewegt) in einer Fotografie (unbewegt) festgehalten, so ist das lebendige Bild auf das Entplastizierte, Unartifizielle durch den (lebendigen) Menschen versinnbildlicht. Genau hier liegt der Grundgedanke der tableaux, deren erklärtes Ziel es ist, die erzeugte Bewegung bis zum Stillstand zu unterdrücken. Vergangenes wird vergegenwärtigt, zugleich werden Reflexionen und Interpretationen von Kunst(geschichte) inszeniert.
Tableaux vivants sind selbst eine Art Medium, insofern sie immer als Träger Inhalte transportieren, gleichzeitig stehen sie in Abhängigkeit zu bereits Existierendem: sie sind auf „Zitate“ angewiesen, ohne die sie nicht existieren könnten.

Rahmen, der

Das Substantiv geht auf das während des 8.-11. Jahrhunderts verwendete althochdeutsche Wort rama, das ursprünglich „Stütze, Säule“ bedeutete, zurück. Desweiteren finden sich im 12.-15. Jahrhundert das mittelhochdeutsche Wort rame, Stütze oder Gestell (wohl eng an einen Webrahmen anlehnend), zudem bezeichnete rame im Mittelniederdeutschen neben Stütze auch eine Einlassung. Man geht davon aus dass die Bezeichnung zudem eng mit dem neuhochdeutschen (ab 1650) Wort Ranft, Brotkanten, verwandt ist. Der indogermanische Verbstamm rem[ə] bedeutet im übrigen: stützen, ruhen.

Bilderrahmen exklusiv für Geschäftskunden

Bilderrahmen für Geschäftskunden

Unter der Adresse www.b2b-bilderrahmen.de findet der Kunde seit einiger Zeit einen neuen Online-Shop für Bilderrahmen, dessen Angebot sich speziell an Geschäftskunden in Deutschland richtet. Das breit aufgestellt Sortiment an Bilderrahmen namhafter Markenhersteller spricht gezielt Geschäftskunden wie Fotografen oder Künstler an. Daneben gehören Galerien, Museen, Behörden, Schulen und Handwerker zu den Zielgruppen, aber auch die Industrie, der Handel und Dienstleistungsunternehmen können vom breiten Spektrum des Shops profitieren.

Der Betreiber des Shops, das Unternehmen fotokunst24 e.K. , hat als Frame-Reseller bereits eine langjährige Erfahrung im Vertrieb von Bilderrahmen und Zubehör und nutzt sein Erfolgskonzept und seine Erfahrung nun für den neuen Shop www.b2b-bilderrahmen.de. Das Bestreben, Geschäftskunden ein optimiertes Angebot und einen zielgruppenorientierten Service zu bieten, wird mit diesem Shop verwirklicht.

Neben Standardformaten können im B2B-Shop auch Maßanfertigungen von Holz-, Kunststoff- oder Aluminiumrahmen problemlos online bestellt werden. Vor allem im professionellen Bereich sind Sondermaße häufiger gefragt.

Um den speziellen Bedürfnissen von Businesskunden eine möglichst große Auswahl an Produkten zu bieten wurde das Sortiment des Shops um für Werbezwecke nutzbare Artikel wie Kundenstopper oder Plakatrahmen erweitert, die ebenfalls über das nutzerfreundliche Portal bezogen werden können. Des Weiteren sind Spezialrahmen wie Fotorahmen oder Puzzlerahmen ideal, um sie als Werbegeschenke an treue Kunden zu verschenken.

Das die Waren des Shops exklusiv für Geschäftskunden in Deutschland angeboten werden, sind die Preise im Online-Shop als Nettopreise ausgewiesen und verstehen sich zuzüglich der gültigen Umsatzsteuer.

Betriebe des Mittelstands aber auch Großbetriebe haben die Möglichkeit aus der breiten Angebotspalette im Online-Shop bequem online zu bestellen. Auch für Künstler und Fotografen sind die Bilderrahmen und Zubehörprodukte ideal, denn sie sind von solider Qualität und versprechen somit eine gesicherte Ausstellung der Exponate. Auch Museen werden die ausgesuchte Qualität der präsentierten Bilderrahmen zu schätzen wissen.

Im Gegensatz zu gewöhnlichen Online-Shops für Bilderrahmen sind die Betreiber auch auf Großbestellungen eingerichtet. Ganz gleich, ob es sich um Bilderrahmen für die nächste Vernissage oder ein neues Arrangement des Interieurs von Hotel- oder Geschäftsräumen handelt, im B2B-Shop wird auf die individuellen Ansprüche der Kunden eingegangen um bestmöglichen Service zu erreichen. Bei Großbestellungen haben Käufer Vorteile, denn bei der Abnahme von größeren Mengen sind günstigere Staffelpreise möglich, die vor der Bestellung unmittelbar nach Angabe der Stückzahl angezeigt werden.

Damit die Auswahl zielorientiert erfolgen kann, verfügt der Webshop über spezielle Anzeigefunktionen wie Live View oder Zoom. Per Live View können die Wunschrahmen in den original Größen- und Farbverhältnissen angezeigt werden, die Zoomfunktion ermöglicht die genaue Betrachtung von Details. Vor allem bei reich verzierten Barockrahmen ist der Zoom äußerst hilfreich. Eine Farbsortierung rundet den Service ab.

Der neue Online-Shop gilt als Garant für ein umfangreiches Angebot an Bilderrahmen und Zubehör, dass günstige Preise mit dem Anspruch an beste Qualität und Service in Einklang bringt.

Kunstwerk und Rahmen - Eine wirkungspsychologische Annäherung

Simmels Ansatz hat gezeigt, dass der Rahmen eine gewisse Distanz nach außen, gleichzeitig eine Vereinheitlichung nach innen schafft, wodurch sich die Ästhetik des Kunstwerkes als Ganzes erst beim Betrachter entfaltet. Aber wie geschieht das? Was macht der Rahmen, dass wir derart reagieren?

Betrachten wir zunächst die Einzelheiten. Was ist eigentlich ein Rahmen und wie konstituiert er sich? Als Beispiel soll ein herkömmlicher Holzrahmen dienen. Hier kommen vier Einzelheiten zusammen, je nach Format des Bildes variieren jeweils zwei gleich lange Holzleisten A1, A2, B1, B2, deren Enden klassisch diagonal geschnitten und aneinander gefugt werden. Die Ecken bilden dadurch jeweils eine Fuge der aufeinandertreffenden Seiten A1 und B2, B2 und A2, A2 und B1, B1 und A1.

Diese scheinbar völlig arbiträre Anordnung fällt hingegen mehr Gewichtung zu. Die Fugen richten den Blick nach Innen, da sie das Auge auf ihren idealen Schnittpunkt leiten, der in der virtuellen Verlängerung der Fugen, in der Bildmitte liegt. Die Beziehung des Bildes, so Simmel, wird somit von allen Seiten auf sein Zentrum betont.


Desweiteren wird gewöhnlich ein Rahmen derart gestaltet, dass die äußere Seite höher ist als die innere. Die vier Seiten bilden somit eine konvergierende Ebene. Warum das?
Die abfallenden Rahmenseiten folgen der körperlichen Bewegung, welche leichter vom Hohen zum Tieferen geht. Das Sehen – der Blick – verhält sich ähnlich, er wird hier ebenso wie die konvergierenden Fugen Richtung Bildzentrum geleitet.

Abb. 3 Abfallender Rahmen
Abb. 3 Abfallender Rahmen

Die aufeinandertreffenden Seiten bilden einen fließenden und gleichzeitig abschießenden Rahmen, der den Blick auf das Bildinnere bündelt. Simmel nennt das vom Rahmen Eingefasste eine Insel, die nur dann funktioniert und als solche ihre Funktion erfüllen kann, wenn der Rahmen abgeschlossen ist und nicht durch Lücken unterbrochen wird. Durch eine solche Lücke im Rahmen oder eine ‘Brücke’ könne die Welt hinein oder das Innere herausdringen. Eine solche Brücke wäre bspw. die Technik, das Bild auf dem Rahmen weiterzuführen, also Elemente oder Farben auf den Rahmen zu übertragen.
Der Rahmen, um in seiner Aufgabe, die Ästhetik des Bildes, des Inneren, der Insel hervortreten zu lassen, vollends gerecht zu werden, muss er fließen und gleichzeitig abschließen. Nur dann kann er das Bild von außen abtrennen.

Kunstwerk und Rahmen - Eine wirkungsphilosophische Annäherung

Das Wesen des Kunstwerkes ist, ein Ganzes für sich zu sein

Georg Simmel

Um das Wirken eines Kunstwerks zu verstehen, ist es naheliegend seine einzelnen Komponenten, deren Zusammenhang und besonders ihr Zusammenspiel zu betrachten. Ein Kunstwerk ist immer eine Einheit aus Einzelheiten, welche sonst nur der Welt als Ganzes und der Seele zugeschrieben werden.

Wir gehen von einem Kunstwerk in Form eines Bildes aus, demnach von dem Wechselspiel zwischen den Einzelheiten Rahmen und Bild. Anlehnend an die These des Philosophen und Soziologen Georg Simmel (1858-1918), die er in seinem Vortrag Der Bildrahmen Ein ästhetischer Versuch1 aufstellte, schließt sich das Kunstwerk gegen alles ihm Äußere ab. Dieser Abschluss ist als eine Art Grenze anzusehen. Wenden wir diese Theorie auf ein Kunstwerk in Form eines Bildes oder Gemäldes an, so wird der Abschluss durch den Rahmen gebildet.

Georg Simmel
Georg Simmel

Simmels kritische Auseinandersetzung mit der Wirkungsästhetik offenbart hier folgerichtig, dass der Rahmen eines Kunstwerkes eine Doppelfunktion einnimmt. Einerseits stellt er einen Abschluss, eine Art Gleichgültigkeit und Abwehr nach außen dar, andererseits vereinheitlicht er nach innen und bildet einen Zusammenschluss von Rahmen und Bild, von außen und innen. Die Doppelfunktion des Rahmens ist demnach eine Symbolisierung und gleichzeitige Verstärkung des Kunstwerks durch den Rahmen.

Man kann daraus schlussfolgern, dass die abgrenzende Funktion, die ein Bilderrahmen offensichtlich besitzt, ausschließt. Und wenn der Bilderrahmen ausschließt, ist der Betrachter in diesem Ausschluss ebenso betroffen wie alles andere. Warum schließt ein Rahmen aber ganz offenbar doch nicht aus, sondern läd den Betrachter vielmehr ein, sich mit dem Kunstwerk und Werkinneren zu beschäftigen?

Simmel bietet hier an, dass gerade der Ausschluss des Betrachters verhilft, das Kunstwerk in Distanz zu stellen. In jener Distanz erst könne sich die Ästhetik genießbar entfalten.

Fassen wir zusammen: Aus der Distanz und der Einheit, Aus Antithese und Synthese, aus der einen und der anderen Seite, tritt eine tiefere, befriedigende Geschlossenheit hervor, jene Eigenschaft eines (gerahmten) Bildes, die den Betrachter vereinnahmt und ihn somit wieder miteinschließt.

Simmels Ansatz ist vor allem dahingehend gerechtfertigt und erscheint nachvollziehbar, insofern Distanz, auch abseits der Kunst, tiefgründigeres Urteilen erst ermöglicht. Hier offenbart sich der interpretative Ansatz der Wirkung eines Bilderrahmens und die unbewusste Verstärkung des Inbegriffenen beim Rezipienten.

1 aus: Georg Simmel, Aufsätze und Abhandlungen 1901-1908, Band 1, hrsg. von Rüdiger Kramme, Angela Rammstedt und Otthein Rammstedt, in: Georg Simmel, Gesamtausgabe,hrsg. von Otthein Rammstedt, Band 7, S. 101-108

Charles Baudelaire und der cadre

Teil 1

Comme un beau cadre ajoute à la peinture,
Bien qu’elle soit d’un pinceau très vanté,
Je ne sais quoi d’étrange et d’enchanté
En l’isolant de l’immense nature

[...]

Ein Bild, ein Gemälde, ein Rahmen. Die Kombination von Kunstwerk und Rahmen ist aus den Museen, Galerien und eigentlich auch aus den Wohnräumen nicht mehr wegzudenken. Dabei bemerken wir häufig die Existenz eines Rahmens erst dann, wenn er fehlt. Der Grund dafür ist, dass die ästhetische Wirkung, die ein Bild ausstrahlt, sich verändert.

Die primär subtile Erscheinung des Rahmens in der Wahrnehmung des Menschen entfaltet sich in einer entstehenden Leerstelle, die das Bild nackt erscheinen lässt.

Der Rahmen kommt in unserer Welt so häufig vor, wie Tische, Stühle, Schränke, Stühle oder Bette.. Dass erst das Entfernen des Rahmens seine Wichtigkeit unterstreicht, hat einen psychologischen Hintergrund. Treten Dinge in der Umwelt des Menschen häufig und in zuverlässiger Gewohnheit auf, nimmt er diese unbewusst zur Kenntnis. Erst das Entfernen eines Solchen, macht sich perzeptiv bemerkbar. Die entstandene Leerstelle wird als ungewöhnlich, vom Gewohnten Stimulus abweichend, interpretiert. Insofern kann ebenso ein Bild unvollkommen oder uninteressant - das gleiche gerahmt hingegen als ein großartiges, von Schönheit strahlendes, Kunstwerk wirken. Die Ästhetik eines Bildes ist ebenso abhängig von seinem Rahmen wie jener von der des Bildes. Bild und Rahmen stellen eine Art ästhetische Symbiose dar. Wir sehen die beiden Komponenten als ein Ganzes, nie würde man den Rahmen als ein vom Bild abtrennbaren Teil ansehen, auch wenn dies technisch der Fall ist. Bild und Rahmen konstituieren das Kunstobjekt.

Charles Baudelaire

Insofern rechtfertigt das Gedicht Le cadre (Der Rahmen) aus dem Zyklus Les Fleurs du Mal (die Blumen des Bösen, 1857) des französischen Dichters Charles Baudelaire (1821-1867) jene Auslegung. Neben seiner Auslegung des modernen Großstadtmenschens, ließ Baudelaire, der ab 1845 als Kunstkritiker tätig war, sein erstaunlich zukunftsorientiertes Gespür für Kunst in sein Werk einfließen.

Ein genauerer Blick in jenes Gedicht gibt Aufschluss darüber. Noch welche Begabtheit und Kunstfertigkeit hinter dem Gemälde selbst steht (Bien qu’elle soit d’un pinceau très vanté), der Rahmen ist letztendlich das entscheidende Kriterium, jenes Bild dahingehend zu positivieren, es ’seltsam-bezaubernd strahlen’ zu lassen (Je ne sais quoi d’étrange et d’enchanté ) und es gleichzeitig mithilfe des Rahmen hervortreten zu lassen. Daraus resultiert, dass der Rahmen eben kein technisches oder pragmatisches Attribut des Schützens und als Hilfe des Aufhängens darstellt, sondern eben als ein Teil des Bildes.

Was im 19. Jahrhundert Baudelaire so treffend erkannte, besitz heute noch Gültigkeit. Ebenso lohnt es sich, die Gedanken nicht nur auf das Werkinnere zu konzentrieren, sondern dem Rahmen, als Teil des Ganzen, jenen Respekt zukomen zu lassen, den er verdient.

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